Fairplay ist nicht nur eine leere Floskel


Dass die Regel des „Fairplay“ nicht nur im Sport eingehalten werden sollte, daran zweifelt sicherlich niemand. Da dies nicht immer der Fall ist, wird die Einhaltung dieser Regel meist geschätzt und anerkannt. Die Grundlage jedes sportlichen Wettkampfs sollte daher die Einhaltung der Regeln im wahrsten Sinne des Wortes sein.

několik závodních jachet na moři

  • Einige Sportler gerieten jedoch in eine Situation, die diese Regel noch einen Schritt weiterführte.
  • In eine Situation, in der sie die Wahl hatten.
    • Entweder sie verhalten sich wirklich fair und geben damit beispielsweise ihre Chance auf eine gute Platzierung oder sogar auf den Sieg auf, oder sie schauen weg und tun so, als würden sie die Probleme ihres Sportkollegen nicht sehen.

Diese Regel ist keineswegs neu, sondern reicht bis ins antike Griechenland zurück, wo bei den dortigen Olympischen Spielen Mut und faires Verhalten über einen möglichen Sieg gestellt wurden. Dieses Element fand später auch Eingang in die Turnierplätze der mittelalterlichen Ritter. Ihr Kodex verbot es, die Schwäche des Gegners auszunutzen oder sich durch irgendeinen Betrug einen Vorteil zu verschaffen.

Fairness statt Sieg

Einer der bekannten Sportler, die Sinn für Fairplay haben, ist Lawrence Lemieux. Bei den Olympischen Spielen in Seoul (1988) kämpfte er im Segeln um den zweiten Platz. Er gab alles auf, als er die ernsten Schwierigkeiten der singapurischen Segler bemerkte, denen er zu Hilfe eilte.

  • Das Rennen ging für ihn erst weiter, als das Rettungsboot eintraf.
  • Sein fast schon gewonnener Wettkampf endete für ihn auf dem elften Platz.

závody v biatlonu
Anstelle einer olympischen Medaille erhält er den Pierre-de-Coubertin-Preis – den Fairplay-Preis. Ein schönes Beispiel für faires Verhalten finden wir auch bei unseren Sportlern. Bei den Wettkämpfen im slowenischen Pokljuka trat unsere Gabriela Koukalová versehentlich auf den Ski ihrer Konkurrentin Miriam Göessner. Diese stürzte daraufhin.

  • Auf der Zielgeraden ließ Gabriela Miriam vor sich und überließ ihr damit den ersten Platz.
  • Es war eine schöne Geste, mit der sie sich entschuldigen wollte.
  • Eine Geste, die umso mehr Gewicht hat, als dieser ungewollte Vorfall offenbar von nicht allzu vielen Zuschauern gesehen wurde. 

Veröffentlicht in Sport